Ergebniskonferenz Grüne Stadt der Zukunft am 14.9.2021

Städte und städtische Lebensstile sind eine wesentliche Ursache des Klimawandels, gleichzeitig werden Städte aber zunehmend von den Folgen des Klimawandels und damit zunehmend von Extremereignissen wie Hitzewellen und Starkregen betroffen. Die grüne Infrastruktur der öffentlichen und privaten Freiräume und Gebäude (z.B. Parks, Bäume und Dachbegrünungen) kann wesentlich zur Anpassung von Städten an den Klimawandel durch die Bereitstellung von Ökosystemleistungen wie Verdunstungskühlung, Verschattung und Regenwasserversickerung beitragen. Zu ihrer Planung und Integration in die Stadtentwicklung sind konkrete Hinweise zur erforderlichen Quantität und Qualität erforderlich.

Das Projekt Grüne Stadt der Zukunft präsentierte Lösungsansätze zum Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels und der baulichen Verdichtung in wachsenden Städten in einer digitalen Ergebniskonferenz am 14.9.2021. Rund 200 interessierte Teilnehmende aus verschiedenen Teilen Deutschlands waren an der Konferenz beteiligt.

Zu Beginn sprachen Prof. Dr. Gerhard Kramer (Vizepräsident für Innovation und Forschung, Technischen Universität München) und Jennifer Ritter (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt - DLR) ein gemeinsames Grußwort und gingen dabei auf die Entwicklung innovativer Konzepte ein, die einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Städte leisten.

Im Anschluss sprachen Christine Kugler (Referentin für Klima- und Umweltschutz, Landeshauptstadt München) und Michael Hardi (Leiter der Stadtplanung, Landeshauptstadt München) in ihren Keynotes über die wichtige Bedeutung der frühzeitigen Integration von grüner Infrastruktur in die Stadtplanung für die Klimaanpassung. Projektleiter Prof.Dr. Stephan Pauleit (Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung, Technische Universität München) stellte zudem zentrale Ergebnisse aus dem Verbundforschungsprojekt Grüne Stadt der Zukunft vor, bevor zentrale Forschungsthemen in Foren vertieft wurden. In insgesamt drei Foren wurden mithilfe von Impulsvorträgen Forschungserkenntnisse, Erfahrungen aus der Praxis und Lösungsstrategien diskutiert.

In Forum 1 „Strategien und Maßnahmen für die klimaresiliente Quartiersentwicklung - ihre Wirkung für die Grüne Stadt der Zukunft“ wurden die Untersuchungen zu verschiedenen Grünen und Grauen Strategien und Maßnahmen vorgestellt. Dabei reichten die Erkenntnisse von Durchlüftungs-, Mikroklima- und Komfortanalysen bis zu Lebenszyklusbilanzen. [Download der Folien von Forum 1]

In Forum 2 „Wie wir die Grüne Stadt der Zukunft wahrnehmen und gestalten. Die Sicht der Stadtgesellschaft, von der Zukunft in die Gegenwart“ wurde die Perspektive der Stadtgesellschaft in Form einer Reise vorgestellt. Stationen waren Zukunftsbilder für grüne, lebenswerte Quartiere, die Bedeutung von Grün für Aufenthaltsqualität und Erholung, insbesondere in dichten und immer heißeren Quartieren, sowie Formate der Aktivierung und Umsetzung. [Download der Folien von Forum 2]

Forum 3: „Auf dem Weg in die Grüne Stadt der Zukunft: Handlungsoptionen für Planung und Verwaltung“ beschäftigte sich mit verschiedenen Planungsinstrumenten, relevanten Planungsbeteiligten, Nutzungskonflikten und Ressourcen. Für ausgewählte formelle und informelle Planungsprozesse wurden dabei Integrationsfenster für die Klimaanpassung vorgestellt.[Download der Folien von Forum 3]

Auf der Konferenz wurde auch über die Projektergebnisse hinaus auf weitere Aktivitäten und Aspekte der Klimaanpassung in wachsenden Städten geschaut. In einer Podiumsdiskussion tauschten sich die Keynote Sprecher:innen Christine Kugler und Michael Hardi mit Dr. Wiebke Klemm (Policy Advisor Stadt Den Haag), Dr. Carlo Becker (Landschaftsplanungsbüro bgmr), Prof. Dr. Werner Lang (Technische Universität München) zu folgender Frage aus: „Welche Aspekte zum Erreichen der Klimaresilienz sollen in Städten zuerst angegangen werden, und wie können Bürger:innen daran beteiligt werden?“

Einen vertieften Einblick in die Ergebnisse des Projekts „Grüne Stadt der Zukunft“ bieten unter anderem Broschüren, Fact Sheets, ein Film und zahlreiche wissenschaftliche Publikationen