M.Sc. Ingenieurökologie

Modul Ökosystemmanagement

(Empfohlen für 1./2. Semester) WZ 1214

Dies ist das einführende Modul für den M.Sc. Ingenieurökologie. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage:

  • die Grundzüge der Ökosystemtheorie und des Ökosystemmanagements zu verstehen
  • die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen des Ökosystemmanagements zu verstehen
  • die Herausforderungen, Möglichkeiten und Grenzen des Ökosystemmanagements zu bewerten
  • ein Konzept für das Management und Monitoring eines ausgewählten Ökosystems zu entwickeln

Das Modul umfasst folgende Inhalte:
Grundlagen der Ökosystemtheorie, Theorie des Ökosystemmanagements, Problem- und Zieldefinition im Ökosystemmanagement, Bewertung von Ökosystemen, Maßnahmenplanung, Methoden des Ökosystemmanagements

  • Vorlesung Theorie des Ökosystemmanagements (Wintersemester)
  • Seminar Angewandtes Ökosystemmanagement (Wintersemester)

Modul Biodiversität

(Kernbereich, empfohlen für 1./2. Semester) WZ 4223

Nach der Teilnahme an den Modulveranstaltungen sind die Studierenden in der Lage, wichtige Begriffe, Methoden und Theorien der Biodiversitätsforschung mit eigenen Worten zu erklären. Sie können verschiedene Landnutzungsszenarien bewerten, deren Einfluss auf die Biodiversität und Ökosystemleistungen verstehen und Konzepte zur Überprüfung dieses Einflusses entwickeln.
Das Modul umfasst folgende Inhalte:  Die Herkunft, Mechanismen der Erhaltung, Bedrohung, und Nutzen für den Menschen von Biodiversität. Das Modul besteht aus einer Vorlesung mit integrierten Übungen. Anhand der Vorlesung werden den Studierenden wichtige Begriffe, Methoden und Theorien der Biodiversitätsforschung sowie die Einflüsse verschiedener Landnutzungsszenarien auf die Biodiversität und Ökosystemleistungen vorgestellt.

Vorlesung und Übung Biodiversität (Wintersemester)

Modul Konzepte und Forschungsmethoden der Ökologie

(Kernbereich, empfohlen für 1.-3. Semester) WZ 4225

Das Modul im Kernbereich setzt eine Teilnahme an einer grundlegenden Einführung in die Ökologie im B.Sc.-Studium voraus.
Nach dem Besuch des Moduls sind die Studierenden mit den wesentlichen Konzepten und wichtigen wissenschaftlichen Methoden und Verfahren der Ökologie vertraut. Sie sind in der Lage, für aktuelle Umweltprobleme zutreffende Konzepte und Methoden zu benennen, um das Problem weitergehend zu untersuchen. Sie kennen die Anwendbarkeit, aber auch die Grenzen der jeweiligen Methoden und können den Einsatz und die Ergebnisse dieser Methoden bewerten.

Vorlesung/Übung Konzepte und Forschungsmethoden der Ökologie (Wintersemester)​​​​​​​

Modul Versuchsplanung Fortgeschrittenenkurs

(Empfohlen für 1.-4. Semester) WZ 2572

Ziel des Kurses ist die Einführung in die Versuchsplanung (z.B.: „Warum machen wir Statistik“, und „Wie plant man ein Experiment?“).  Zudem gibt es eine Einführung in die Auswertung von Daten unter Benutzung des freien Softwarepaketes R. Dieses kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden und läuft unter allen gängigen Betriebssystemen. Der Kurs ist gedacht für Bachelor Studenten mit keinen oder geringen statistischen Vorkenntnissen.

Inhalte (Auswahl): Replikation, Blockdesign, Beschreibende Statistik, Lineare Regression, Nichtparametrische statistische Methoden, ANOVA, Multiple Regression, General Linear Modeling (GLM).

Hinweis: dieser Kurs ist nicht für Personen, die bereits ein ähnliches Modul im B.Sc. belegt haben oder mit obigen statistischen Verfahren vertraut sind. Für diese bieten wir das Modul Spezielle Verfahren der Versuchsplanung an.

Modul Terrestrische Ökologie 1

(Empfohlen für 1.-3. Semester) WZ 2575

Dieses Modul setzt Grundkenntnisse der Ökologie voraus, wie sie in einer Grundvorlesung Ökologie erworben werden können.
Nach der Teilnahme an den Modulveranstaltungen kennen die Studierenden die Konzepte und Methoden der Ökologie der Lebensgemeinschaften. Die Studierenden kennen die Grundprinzipien und Beispiele für interspezifische Interaktionen, wie Prädation, Konkurrenz oder Mutualismus und können für angewandte Beispiele darstellen, wie diese Faktoren Lebensgemeinschaften strukturieren. Die Studierenden sind in der Lage, aus einer Beobachtung einer ökologischen Lebensgemeinschaft heraus grundlegende Hypothesen zum Funktionieren der Gemeinschaft zu entwickeln und sie können Experimente entwickeln, um diese Hypothesen zu testen. Mit Hilfe der vermittelten Analysemethoden sind die Studierenden in der Lage, selbst erhobene Daten zu Lebensgemeinschaften zu analysieren und zu interpretieren.

Modul Terrestrische Ökologie 2

(Empfohlen für 2.-4. Semester) WZ 2575

Dieses Modul setzt die Teilnahme am Modul Terrestrische Ökologie 1 und am Modul Versuchsplanung Fortgeschrittenenkurs (oder einem anderen Einführungskurs in die Versuchsplanung und in das Statistikprogramm R) voraus. Außerdem ist es die Voraussetzung für eine Masterarbeit am Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie.
In der Übung „Spezielle Verfahren in R“ werden generalisierte lineare Modelle (glm) sowie mixed Models eingeführt, aufbauend auf den Kenntnissen einfacher Varianzanalysemodelle. Weiterhin für die Übung in fortgeschrittenes Datenhandling sowie Grafik mit R ein. 
In der Übung „Terrestrische Ökologie II“ wenden die Studierenden diese Kenntnisse auf existierende oder selbst erhobene Daten an. Dabei wird besonderer Wert auf eine ausführliche Analyse, Modellprüfung und Fehlerprüfung gelegt.

  • Übung Spezielle Verfahren in R (Übung, Wintersemester)
  • Übung Terrestrische Ökologie II (Sommer- und Wintersemester)

Modul Naturschutz

(1. Semester) WZ 6417

Das Modul führt in grundlegende Prinzipien des Naturschutz ein. Nach der Teilnahme an den Modulveranstaltungen (Vorlesung und Seminar) sind die Studierenden in der Lage
a) die Treiber des aktuellen Biodiversitätsverlustes zu verstehen,
b) die verschiedenen Motivationen für einen Schutz der Natur zu verstehen,
c) aktuelle Methoden der Naturschutzbiologie sowie Schutzstrategien auf konkrete Beispiele anzuwenden,
d) den Forschungsbedarf und das nötige Wissen bei einem Naturschutzproblem zu analysieren,
e) wissenschaftliche Texte zu aktuellen Naturschutzproblemen zu verstehen,
f) verschiedene mögliche Lösungen zu einem Naturschutzproblem zu entwickeln und zu bewerten.

Modul Funktionelle Diversität einheimischer Tiere

(Empfohlen für 1.-4. Semester) WZ 2577

Nach der Teilnahme an der Modulveranstaltung sind die Studierenden in der Lage, die wichtigsten Vogel- und Säugerarten sowie Insekten auf dem Niveau der Ordnung und z.B. Familie oder Art anzusprechen. In der Vorlesung werden die wichtigsten heimischen Vögel (160 Arten) und Säugetiere (80 Arten) vorgestellt. Dazu werden wertvolle Präparate verwendet, die in Übungen aus der Nähe inspiziert werden können. In der Exkursion werden im Freiland Insekten gefangen und mit Hilfe von Büchern (lebend) bestimmt. Die Exkursion findet meist in Italien statt.

Modul Pflichtprojekt

(Empfohlen für 1.-4. Semester) WZ 6305

Anhand der Projektarbeit zeigen die Studierenden, dass sie mehrere Bereiche des technischen, räumlichen und ökologischen Umweltschutzes querschnittorientiert analysieren, bewerten und kombinieren (Synthese) können. Sie zeigen, dass sie ihre Kenntnisse aus den gewählten Kernbereichen auf konkrete, auch auf neue und bislang unbeantwortete Problemstellungen aus Praxis und Forschung übertragen können. Sie zeigen zudem, dass sie die komplexen Wechselbeziehungen in der belebten und unbelebten Umwelt durch Kombination verschiedener (z. B. ingenieur- und naturwissenschaftlicher) Methoden analysieren und bewerten können.

Der Schwerpunkt der Projekte des Lehrstuhls für Terrestrische Ökologie liegt in Fragestellungen, die Tiere betreffen.